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Nach der Anbaumethode unterscheidet man zwischen Sommerzwiebeln und Winter-zwiebeln. Sommerzwiebeln werden im zeitigen Frühjahr gesät und im August oder September geerntet, wobei insbesondere spätere Sorten von fester Konsistenz und bis
in den März des Folgejahres lagerfähig sind. Die etwas saftigeren und milderen Winter-zwiebeln – besser gesagt Überwinterungszwiebeln – werden im August gesät, reifen im nächsten Frühjahr heran und können ab Juni geerntet werden, sind jedoch nur kurze Zeit lagerfähig.
Die Hauszwiebel ist eine einfache Zwiebel mit breitröhrigen, schlauchartigen Blättern,
die grünen Teile werden bei manchen Allium-Arten Schloten genannt und gegessen.
Im zweiten Jahr werden große Blütenstände gebildet, das sind unbeblätterte, röhrige,
in der Mitte bauchig aufgetriebene Schäfte (Stängel), an deren Spitze bilden sich kugelig angeordnet viele grünlichweiße Blüten. Im Gegensatz zum Knoblauch werden keine Brutzwiebeln im Blütenstand gebildet.
Verwendung
Verwendet wird das Zwiebellauch oder die eigentliche Zwiebel. Zwiebeln werden meist fein gehackt oder in Ringe geschnitten roh oder geröstet gegessen oder beim Garen anderer Speisen (z. B. Gemüse) mitgedünstet. Sie enthalten ein schwefelhaltiges ätherisches Öl und wirken dadurch reizend auf den Magen. Durch Kochen, Dünsten oder Braten wird aus den glykosidischen Verbindungen der Zwiebel der Zucker freigesetzt. Die Zwiebel wird dadurch süß.
Zwiebelgerichte:
Zwiebelkuchen, Bollenfleisch, französische Zwiebelsuppe, Stifado
Zwiebeln als Fleischzartmacher
Vor allem in älteren Rezepten vom Balkan, aus dem östlichen Mittelmeerbereich und dem Nahen Osten wird Zwiebelsaft als Fleischzartmacher eingesetzt. Dazu werden Fleischwürfel, die sonst eher zäh sind, also z. B. keine von Natur aus zarten Filetstücke junger Tiere, sondern etwa Teile vom Hammel, über Nacht in einer Mischung aus Zwiebelsaft und (Oliven-)Öl oder in Milch mit Zwiebelsaft eingelegt (dazu nach Belieben jeweils Gewürze). Insbesondere für Grillfleisch empfiehlt sich das Verfahren. In der modernen Küche, die auf möglichst kurze Zubereitungszeiten Wert legt, findet das Prozedere wegen der langen Marinierzeit und dem damit verbundenen Aufwand praktisch keine Berücksichtigung mehr.
Auch der klassische Spießbraten profitiert von der Zwiebel als Weichmacher: In das Fleisch werden rohe gehackte Zwiebeln (plus Pfeffer und Salz) eingewickelt. Nach einer Ruhezeit von 12 Stunden oder mehr bietet das Fleisch beste Voraussetzungen für einen durch und durch saftigen Braten. Außerdem erhält er seinen charakteristischen Geschmack.
Medizinische Verwendung
Die Zwiebel enthält ähnlich wie die anderen Allium-Arten Knoblauch und Bärlauch schwefelhaltige Verbindungen, die beim Zerkleinern der Zwiebel enzymatisch zersetzt werden. Bei der Zwiebel entstehen u. a. Propanthial-S-Oxide, die das Augentränen verursachen. Es werden ähnliche Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, wenn auch in schwächeren Ausmaß vermutet, wie sie beim Knoblauch beobachtet wurden. So wurden antimikrobielle, Blutfettwerte senkende, blutgerinnungshemmende und Blutzuckersenkende Eigenschaften beobachtet. Die Zwiebel besitzt jedoch ein größeres Spektrum an Sekundärstoffen als der Knoblauch, die unter anderem auch für die je nach Zubereitungsart unterschiedliche Geschmacksrichtungen verantwortlich sind. Geröstete Zwiebeln schmecken süßlich, getrocknetes Zwiebelpulver knoblauchähnlich, gekochte Zwiebeln liegen geschmacklich dazwischen. Der Saft frischer Zwiebeln ist ein altes Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten und Husten. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich durch fermentierten Zwiebelsaft eine allergisch bedingte Reaktion der Atemwege bessern lässt. Inwieweit diese Beobachtung therapeutisch nutzbar ist, steht noch offen. Ebenso wurde im Tierversuch eine Wirkung gegen Osteoporose gefunden, was aber ebenfalls noch weiterer Abklärung bedarf. Frischer Zwiebelsaft hilft bei Insektenstichen. Auf die betroffene Hautstelle wird die frisch halbierte Zwiebel mit der Schnittstelle nach unten aufgelegt.
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Lagerung
Nicht im Kühlschrank, da die optimale Keimtemperatur zwischen 9 und 15 Grad liegt. Zwiebel nur kurzfristig im Kühlschrank lagern - wenn beispielsweise schon angeschnitten. Ausnahme sind Frühlingszwiebel. Sie sollten kurzfristig aufgebraucht werden und eine Lagerung im Kühlschrank empfiehlt sich.
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Inhaltsstoffe, Nährwerte
Menschen müssen beim Schneiden der Zwiebel „weinen“, weil das sich im Inneren der Zelle befindliche Enzym Alliinase und die in der Zellenwand enthaltene schwefelhaltige Aminosäure (Isoalliin) unter anderem in das reizende Propanthial-S-Oxid spaltet, welches dann durch Verdunstung und Spritzer in die Augen gelangt.
Zwiebeln (der Pflanzenteil) sind als Schutz vor Fraßschäden für viele Säugetiere (also auch Menschen) überwiegend giftig oder zumindest sehr unbekömmlich. Ausnahmen bilden nur spezielle Züchtungen - nämlich die Speisezwiebeln - die für den Menschen ungiftig sind, nicht jedoch für andere Säugetiere. Für Hunde stellen Speisezwiebeln z. B. ein ernstes Problem dar, die verbreitete Sitte, Hunden Reste eines Mittagessens zu geben, kann für den Hund bei hoher Zwiebelhaltigkeit des Essens schädlich sein und zu Vergiftungserscheinungen führen.
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Quelle: wikipedia.org
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